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Wallhecken sind:
mit Bäumen oder Sträuchern bewachsene Erd-, Stein- oder Torfwälle.
ca. 2000 Jahre alt und zählen zu unseren ältestenKulturlandschaftsbestandteilen.
Landschaftsbestandteile, die prägend und für unsere Kulturlandschaft sowie unsere Erholung unverzichtbar sind.
Kulturdenkmale, weil sie Teil unserer Kulturlandschaftsgeschichte sind.
Zeugen der Entstehung und Entwicklung unserer Kulturlandschaft, in der wir leben.
Biotop Lebensraum, Landschaftsvernetzung komplexer Lebensgemeinschaften. Diese fördern das biologische Gleichgewicht und verringern "Schädlinge"
der benachbarten Äcker und des Grünlandes.
Lebensraum zahlreicher Tier-,Pflanzen- und Pilzarten. Ca. 7000 Tierarten, wie Kleinsäuger, Vögel, Reptilien, Amphibien und Insekten können in ungestörten
Wallheckengebieten und 1800 Arten in einer intakten Wallhecke vorkommen sowie ca. 1000 Pflanzenarten und mindestens ebenso viele Pilzarten.
Äsung (Knospen, Blätter, Früchte) fürjagdbares Wild, dadurch Verminderung von Flurschäden.
Bienenweide, das heißt Pollen- und Nektarquelle für Bienen, Hummeln und Falter.
Fangbüschestandort für Schadinsekten, denen hier ihre Feinde häufig nachjagen.
Winterfuttervorratskammern für allerlei Tierarten (Hagebutten, Holunderbeeren, Pfaffenhütchen und sonstigen Früchte sowie Samen von fruchttragenden
Heckenpflanzen).
Wildkrautsamenbarrieren. Sie verringern die unerwünschte Wildkrautansiedlung auf Ackerflächen durch Samenflug.
Rückzugsgebiete für viele gefährdete Tier- Pflanzen- und Pilzarten.
Deckungsmöglichkeit und Fluchtburg für zahlreiche Tierarten. Sie sind Schutz vor menschlichen Störungen und Raubtieren.
Witterungsschutz. Sie schützen Tiere und Pflanzen gegen Wetterunbilden (Sturm, Regen, Schnee, Hagel). Sie vermindern
Schneeverwehungen, Sandstürme und anderen wetterextreme Auswirkungen.
Immissionsschutz. Sie verringern die Schadstoffbelastung der Luft (Filterwirkung).
Erosionsschutz. Sie wirken Bodenabrutschungen sowie Bodenverwehungen entgegen.
Sichtblende und Lärmschutz zwischen Straßen und Wohngebieten.
Holzlieferant für Faschinenbau, Gerätschaften, Bau‑ und Brennholz.
Mehrertragserbringer. Die Ertragssteigerung aller Feldfrüchte beträgt ca, 15%.
natürliche Einfriedigung von Acker- und Weideflächen für das Vieh. Früher dienten Wallhecken, die Ackerflächen umgaben, auch der Vieh‑ und
Wildabweisung.
Grenzzeichen, die deshalb auch heute noch gesetzlich geschützt sind.
bedrohte Landschaftsbestandteile. Etwa 100.000 km Wallhecken wurden schon seit dem 19. Jahrhundert in Norddeutschland zerstört. Deshalb stehen Wallhecken
heute unter besonderem gesetzlichen Schutz. Sie dürfen nicht mehr beseitigt oder beschädigt werden.
Um Wallhecken und ihren Lebensraum sowie deren Bedeutung für Natur, Landschaft, Heimat und Erholung zu sichern, werden Wallhecken neu angelegt, wiederhergestellt und instand gehalten.
© : Georg Müller E-Mail: info@wallhecke.de Weiterführende Literatur: "Wallhecken" Georg Müller, 1989 BSH
Verlag, / "Wallhecken / Knicks' Georg Müller, Neuerscheinung 2002/3
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