© Georg   Müller
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Niederdeutsch

Kleine Namenserklärung

 

2001 erschienen
Vergriffen

Dezember 2002 erschienen

Die nachfolgenden Zeilen sind ein Auszug aus der ersten Veröffentlichung, der “Kleinen Namenserklärung” von 2001

Vorwort

Als ich zu meinem Wallheckenbuch  zum ersten Mal 1985 in den verschiedenen Archiven geforscht hatte, sichtete ich auch sehr viele Wörterbücher und Lexika. Darunter war unter anderem auch ein fünfbändiges Werk von 1767 – 1771 namens:

„Versuch eines bremisch – niedersächsischen Wörterbuchs......“

Dieses sehr umfangreiches Werk, half mir, viele Begriffe aus Feld, Flur, Haus und Hof der damaligen Zeit richtig zu deuten.

Weil ich immer schnell etwas zum Nachschlagen haben wollte, wenn es um sehr häufige Begriffe aus Feld, Flur, Haus und Hof ging, schrieb ich schon 1987 einen Auszug mit der Schreibmaschine nieder. Im Laufe der Jahre erweiterte ich die Auswahl mit Erklärungen aus anderen Quellen.

Schon lange wollte ich diese kleine Auswahl niederdeutscher Begriffe für die Öffentlichkeit zugänglich machen, um andere Menschen in die Lage zu versetzen, anhand von z.B. Flur- oder Feldnamen etwas über deren Bedeutung und unsere Landschaft zu erfahren.

Möge dieses kleine Büchlein vielen eine kleine Hilfe, Freude und Anregung sein.

Georg Müller  (2001)

Die Begriffserklärungen sind weitestgehend von mir im Originaltext gelassen, aber bei Bedarf ergänzt worden. 

A

Aa = Wiese, Wasserreiches Weideland, Bruch.

Aal = 1. ein Aal  2. zusammengezogen von Adel, eine zusammengeflossene garstige Feuchtigkeit.    3. kann aber auch eine Pfütze, Mistlache, Sumpf, oder auch einen Pfuhl bedeuten. (siehe auch Eddel.)

Aante = eine Ente

Aantekruud = Entenkraut. (Aantengrütt = Entengrütze )

Aantepool = der Ort im Pfuhl oder im Sumpfe, wo man für die wilden Enten Netze stellt, ein Teich für Enten.

Aap = ein Affe

Aasfliege = Schmeißfliege

Abmeierung = ist die Entziehung des Rechts am Erbhof, wenn der Bauer diesen nicht mehr ordnungsgemäß bewirtschaften kann. Der Erbhof wird dann dem Anerben zugeteilt.*

Adder = eine Natter (Schlange), man nennt so auch einen boshaften Menschen.

Adel = Aal. Siehe auch Eddel.

Adel-pool = ein unreines stehendes Wasser. Eine große Pfütze, welche nicht leicht austrocknet.

Aderjaan = ein Frosch (im Spaße)

Akkeringhe = Ackerbau

Akkersmännken = eine Bachstelze (= Wippsteert ).

Alkoven = fensterloses Nebengemach eines Zimmers, Bettnische. +

Allmann, Alleman, Alsweme = Jedermann

Amachtsblome = eine Blume oder Kraut, Päohien.

Amagts- Appel = ein Apfel, der sowohl inwendig, als auswendig rot ist und einen sehr starken Geruch hat.

Ambolt = Amboß

Ana = Großmutter

Anbarg = ein Hügel, Anhöhe, ein Strich Landes.

Aneweide, Anweide, Anwende = unbeackerte Raine, an den Enden und Seiten der Äcker, die zum Umwenden des Pflugs liegenbleiben.*

Anger = Weideplatz im oder am Dorf

Ano = Großvater

Anrisen = zuwachsen, zukommen, angehörig sein, alles was einem Gute an Weide, Heide, Wiesen, Wasser, Brüchen, Moorland und Holzmarken, mit allen Nutzungen und Rechten zusteht.

Anschott = ein Stück Land das sich der Länge nach bis an etwas erstreckt.

Anschuß, Ortland, Orland = siehe Kamp.*

Ansete, Ansedel, Ansidel, Anesedel, Ansass, Anasidale, Sedelhof = der eigenthümliche Besitz eines unbeweglichen Erbes, besonders worauf man wohnt, auch ein solches Gut selbst, Stammgut.

Apentüt = eine Mispel

Appel = ein Apfel

Appel-Sina = eine süße Pommeranze (Apfelsine)

Arend, Adelaar = ein Adler

Arfken = Erbsen

Arve = Folgeerve, Nacherbe, entfernter Erbe.

Arvgename, Anerve, Erfgename = der Erbe

Asebook = ein Buch, das alte Rechte und Gewohnheiten enthält.

Auguurken = Gurken (Wassergurken ?)

Ausmärker = er ist kein Markgenosse und ist nicht an der gemeinsamen Mark berechtigt.*

Austrifft = ist das Recht sein Vieh in die gemeine Mark zu treiben.*

B

Baar = 1. eine Todtenbaar, ein Bier, Beer, Baer

2.  Was öffentlich getragen und dargereichet wird, Bargeld. „baar betalen“ = gleich bei dem Kauf bezahlen.  3. Ein Bär, ein rauer und plumper Mensch: „er hat grobe Hände wie ein Bär“. ( Todtenbar = Tod und Bargeld = Verlust von Bargeld, er darf für immer kein Bargeld mehr besitzen. Verlust der bürgerlichen Rechte, „Entmündigung“ auf Dauer.)

Baartschraper = ein Barbier, Friseur.

Baas = ein Meister, ein Aufseher über die Arbeitsleute.

Babbe = Nennen die Bauernkinder Ihren Vater.

Bach = ein kleines fließendes Gewässer <.

Bade, Bae, Bäe = 1. ein Bote.    2. ein jeder der freiwillig diente, Dienst thut. (Dienstbae) ein Dienstbote, egal ob Knecht oder Magd,)   3. ein Dienst (er steht mir zu Dienste)

Baendel, Bendel = ein kleiner Lachs.

Bak = 1. ein Trog, große Schüssel, eine Kumme. 2. vor Jahrhunderten wurde so ein Bach oder auch eine Quelle genannt (Siehe auch  Bäk)   

Bäk, Bäke, Bak Beke, Beeke, Bach = 1. ein Bach (ein kleines fließendes Gewässer <). Siehe auch Bak.

Bak-beest = ein Lastvieh.

Balke, Boen, Boden = Kornboden.

Bank = 1. eine Bank,    2. das Gericht, eine Gerichtsbank

Barde, Bare, eine Barte = ein kleines Handbeil

Barg = ein Berg, es ist aber auch eine Art Scheune ohne Wände mit einem Dach an vier Pfählen es kann höher oder niedriger gewunden werden, oder auch von etwas in Sicherheit bringen. (z.B. Getreide- oder Heulagerung )

Barghof, Barkhof = Nahe der Stadt Bremen war ein Hof der diese Namen trug, der Name wird hergeleitet "von der Verbergung der Verjagten und Entwichenen“.

Barke = eine Birke

Barkensap = Barken-water (Birkensaft) der Saft, welcher im Frühling aus den Birken gezapfet wird.

Barsemester = der Schiffer, oder der Eigentümer eines Schiffes.

Bast = 1. Baumrinde.    2. ein Band, oder Faden, aus Baumrinde.    3. ein Packsattel.       4. eine Arte dünnes Seidenzeug, so dem Tafte ähnlich.

Batsche = ein Instrument zum Schlagen, insbesondere der Schlägel, womit die Maurer den Kalk schlagen.

Bauer = ist der Landbewohner, der eine landwirtschaftliche Fläche bearbeitet. Je nach Größe der Fläche und der Erbesqualität wird unterschieden zwischen einem Vollbauern, Halbbauern, Käter, Köter, Brinksitzer und einem Häusling.+

Baumann = ist ein Vollbauer.<

Baumschließer, (Bomer <) = (Schlagbaumwärter) sind die Untertanen, denen es oblag die zur Sicherheit des Landes in den Landwehren oder sonst an den Heerstraßen angelegten Schlagbäume (Bohmhecken <) zu schließen und zu verwahren. Sie genossen dafür einige Freiheit von der Landfolge und anderen Reihelasten.

Bedde = 1. ein Bett, aber auch ein Grab. Die alten Grabmäler der Chanzen im Amte Bederkesa im Herzogtum Bremen heißen noch“ Hünenbedde". 2. Seines Vermögens Herr bleiben, so lange man lebt.

Beddestövers = Leute, welche die Betten ausstopfen.

Bede, Bee = 1. Meiersteuer, eine freiwillige Gabe, Steuer oder Hofdienst, vor allem im Herbst, die vor Zeiten die Eigentümer der Ländereien von ihren Meiern forderten. 2. Eine Bitte

Beer = Bier

Beer, Behr = ein Eber

Beest = 1. ein Vieh, Bestie. 2. die erste Milch einer Kuh, nachdem sie gekalbt hat

Beestmelk  = die erster Milch einer Kuh nachdem sieh gekalbt hat: „Bullen – und Beesterball“ für das Jungvolk, heute „Disco“).

Beest-botter = ist die Butter, welche von der ersten Milch gemacht wird, die aber stark und geil (fettig) schmeckt.

Befriedigung = siehe Fredung. +

Begrippen, Behagen, Toslaen = absondern, einhegen, einfassen, einschließen, befriedigen.

Behnd, Bend = eine Art kleine Binsen, wovon die Landleute Besen machten, um die Spreu von dem ausgedroschenen Korn abzufegen.

Bekappen, behauen = die Köpfe oder die Wipfel der Bäume abhacken.

Beke = ein Bach. "Bei den alten Deutschen war Bak eine Quelle, und ein Bach".

Bellhammel = ein Aufwiegler, Rädelsführer.

Bengel = ein Knüppel, oder auch ein hölzerner Riegel, so wird auch ein junger Mensch, oder auch ein ungeschliffener Bursche genannt.

Bepaten, bepflanzen = das Ufer eines Grabens (Walles) mit jungen Bäumen oder Buschwerk bepflanzen. "Dat Oever bepaten". (Die Wallhecke bepflanzen“)

Bere, Beer = eine Birne.

Bese = Binse, juncus fcirpus

Bessenbinder = Besenbinder

Bessenrein = nennet man ein Haus oder eine Stube, die nur ausgekehrt ist, ohne daß sonst etwas darin geputzt ist.

Bibelken, Wibelken = die roten Beeren des Weißdorns.

Bikberen = Heidelbeeren (Blaubeeren), vielleicht von Pik, Pech wegen ihrer schwarzen Farbe.

Bik-huus = ein kleines Haus auf denn Kirchhof (Gerätehaus).

Bikkelstene = abgeschlagene oder abgesprungene Stücke von harten Steinen.

Binnen = inwendig, drinnen, innerhalb, hinein.

Bissen = brünftige Kühe

Bitterling = Flohkraut, persicaria

Blak =Tinte

Blänkhaken = ein bunter Sommervogel, Papillon (Schmetterling).

Bleendling = eine Gattung Rindvieh, so halb Jütisch und halb Friesisch ist.

Bleerhahn = eine Art Wasserhühner.

Bleerke = der Name, den man einer rothen Kuh mit einer bunten Stirn gibt.

Bleer-oge = ein rotes triefendes Auge.

Bleie = Weißfisch, alburnus.

Blekken = kleine gedörrte oder geräucherte Fische.

Blesse = der weiße Streifen, den nicht nur Pferde, sondern auch das Rindvieh an der Nase haben. Man nennt so auch ein Pferd, das einen runden Flecken vor der Stirn hat es  wird auch Kolle genannt.

Blikkenfläger = ein Klempner, einer der Blech verarbeitet

Blind-döken = ein Tier, durch ein vorgebundenes Tuch, blenden.

Blokdiek = ein Damm oder erhöhter Weg über einen morastigen Grund.

Blome = Blume

Blomenheide =Blumenheide, interjectiones admirantis

Blumenholz = Eichen- und Buchenholz, es durfte meistens ohne Gräfliche Erlaubnis nicht genutzt werden.  *

Blumenware, Loh = ein Grafenrecht, waren sie „Blumenwarig“, so hatten sie das   alleinige Recht der Bauholz- und Mastnutzung im Wald. (Nur die alten Vollbauern, (Erbexen, Exen) hatten noch vereinzelt dieses Recht, was vom Adel weitestgehend zurück- gedrängt wurde) *

Blüse, Bleuster = eine Feuerbake, ein Leuchtturm.

Bodden = der Boden, ausgenommen den obersten Raum im Hause unter dem Dache: denn diesen nennen wir Bön.

Bode = Boden, Bude.

Bodener = Mietsbewohner von Buden oder Kellern.

Boen = zusammengezogen aus Bode: eine Bude, kleines Häusgen (Häuschen).Vom Bod, eine Wohnung. Gades = Boon, ein Häusgen, worin Arme umsonst wohnen. Butzen und Boen: elende Hütten.

Boetel = 1. ein Meißel. 2. ein Knüppel welcher den Hunden angehangen wurde. 3. ein verschnittener Schafbock.

Böke, ook = eine Buche

Boken = das Flachs weich klopfen.

Böker = ein Faßbinder, ein Böttcher.

Bökern = klopfen, schlagen, hämmern.

Boldek = Baldachin.

Boldten = schwarzes Leichentuch.

Bolle = die Zwiebel einer Blume

Bolte = ein Bolzen, ein Pfeil, ein eiserner Nagel.

Bön = der Boden

Bonenblad = ein bitteres Kraut, welches in Sümpfen wächst und welches den Blättern der großen Gartenbohne sehr ähnlich ist trifolium aquaticum.

Bönhafe = ein Handwerker vor allem ein Schneider, der nicht im Amt ist und heimlich auf dem Boden arbeitet. (ein Schwarzarbeiter)

Book = ein Buch

Bookmast = Buchenmast

Bookspeck = der Speck von Schweinen die auf der Buchenmast gewesen sind.

Boom = ein Baum

Boombikker = ein Specht

Boomhof = Baumgarten

Borchfrede = ein Schloß, Kastell, eine Schanze.

Borg = ein verschnittener Eber.

Born = Brunnen

Borngrund = ein quellender morastiger Grund, auch Quickborn.

Bornkassen = Brunnenkresse

Botding = ein öffentliches, allgemeines und vorher angekündigtes Gericht.

Bötker = Böttcher, daher stammt auch der Name Bödeker. Ein Tonnenmacher.

Botterblome = eine gelbe Blume auf den Wiesen, die man auch zum Butterfärben nimmt, taraxaon.

Bottervagel = Sommervogel, Schmetterling.

Braakland, Brachland = ein Acker, der gewisse Jahre ruhet, bis er wieder mit dem Pflug aufgebrochen wird.

Braam = Ginster

Braegen = Gehirn

Brake = Bruch, Durchbruch. (meistens Deichbruch)

Braken = 1. den  ausgeruhten  Acker  aufbrechen   oder   pflügen.
2. Flachs oder Hanf brechen, daß das innere Holzartige herausfällt.

Breefdräger = Briefträger

Brink, (Burbrink) = ein grüner Hügel. Ein jeder grüne Platz, wo die Bauern ihre Zusammenkunft halten (Dorfplatz). Häufig liegt er am Rand des Ackers oder in der Mitte des Dorfes und häufig ist er ringsherum mit Bäumen eingeschlossen. Der „Smalbrink“ ist ein kleines Stück Land worauf jemand wohnt und kümmerlich davon lebt. (Ist der Brink im Ort so nennt man ihn Thye, Tigge.*)

Brinsitter (Brinksitzer) Handfröhner, Hintersaß = meistens ein geringer Bauer, der nur ein kleines Haus mit Garten bewohnt und keine Pferde (Gespann) hat. Der häufig auf oder am Brink wohnte und sich seinen Lebensunterhalt durch zusätzliche Arbeiten verdiente. Meistens waren es Handwerker z.B.Schuster, Tuunflicker (Zaun oder Heckenpfleger). „In der Delmenhorster Geest wurden generell nach Ramsauer auch diejenigen Brinksitzer genannt die außerhalb des Dorfes in der Heide sich anbauten.“

Broodkorn = nennet man Rocken(Roggen)und Weizen

Brook = ein Bruch, ein niedriges feuchtes Land. (Durch Verwechselung mit dem r. und des l. wird auch Blok gesagt.)

Brugge = Brücke.

Brummelberen = Bromberen

Bruut = Braut

Bruut-lag = Hochzeit, Hochzeitsschmaus

Bruutloste = Verlobung, Verlobungsschmaus.

Bruut-wagen = alle Hausgeräthe, Kleider und Geld, das die junge Frau dem Mann mitbringt, die Aussteuer. ( Brautwagen)

Bude, Bode = kleines Haus

Buffel = ein Auerochse

Bugt = eine jede Krümmung, insbesondere des Ufers.

Bu-ko, Bu-osse = so nennen die Kinder die Kühe und Ochsen, wegen des Gebölkes

Bulle = ein Stier

Bult, Bulten = überhaupt ein Hügel, erhöhtes Land

Bune = ein Zaun, den die Landleute am Strand des Flußes machten, und vor welchem die Fische, bei Ablauf der Flut liegen blieben.

Bunge = eine Fischreuse.

Buntmaker = Kürschner, Pelzer

Büren = Hütte, der Name verschiedener Dörfer um Bremen vergl. Hude. (Gruppenbühren)

Burrichter, Bauernrichter = Vorsteher einer Bauernschaft. Das Amt des Bauernrichters wechselte unter den vollen und halben Erben einer Bauernschaft.*

Bussboom, Buskboom = Buchsbaum, buxus.

Büten ,Buten = außen, außerhalb, draußen.

Buten-land = unter Land.

Butt, Butte = ein Buttfisch, rhombus

Buur, Bur = 1. Nachbar,Bürger.    2.Bauer, Ackersmann, aber auch Wohnung die er bewohnt früher  auch Dorf oder auch Vogelbauer worin ein Vogel wohnt.

Buurbook = ein Register, worin die Namen der Bürger, Bauern, eingeschrieben ist.

Buur-ding = ein Gericht für Privatstreitigkeiten.

Buur-mester = der in der Versammlung der Dorfschaft das Wort- und die Versammlung führt.

Buurschup, Buurlag, Burscup = die gesamte Dorfschaft oder Bauernschaft eines Ortes

Buurstede = der Versammlungsort einer Dorfschaft. (Siehe auch Brink)

Buw = ein Bau, eine Anzahl Morgen oder Stücken Landes, soviel zu einem völligen Meyerhof gehören. Ein „slater (geschlossener) Buw“ ist hier in einiges Gegenden eine Hofstelle, welche nicht stückweise veräußert werden durfte.  (nach < sind die bäuerlichen Besitzungen in den Moormarschen in schmale Streifen aufgeteilt.)

Buwmann, Baumann, Hausmann = ein großer Bauer, welcher eine „ganze Bau Landes“, oder einen Meyerhof hat.

Buwte, Boute = 1. ein Gebäude, 2. soviel Land, als ein völliger Meyer haben muß, ein Bau Landes.

Buy = ein Schauer, ein ungestümes Wetter, Unwetter mit Hagel oder Blitz und Donner, das schnell herankommt oder schnell wieder vom Wind vertrieben wird.

Buzze, Butze = ein altes, baufälliges Haus, elende Hütte.

D

Dag = der Tag

Dag-wark = ein Tagwerk, soviel wie einer an einem Tag verrichten kann.

Dak = das Dach, aber auch das Stroh oder Riet, womit die Bauernhäuser gedeckt werden. (Dak- Stro = Dachstroh)

Damm = Damm, ein Deich.

Darg = eine Lage festen Moor- oder Torfgrundes unter dem Kleigrunde.

Deenstmann = Dienstmann

Deideln = gedrehtes Stroh zwischen Pfähle in eine Wand flechten.

Delgen = insbesondere bedient sich der Landmann dieses Wort von dem mutwilligen Vieh, welches durch alle Befriedigungen bricht und Hecken, Riegelwerk, usw. niederreißet.

Delgern Vee = Vieh das durch alle Befriedigungen bricht.

Diek, Dic, Dice, Dy = 1. Ein Fischteich.      2. Ein Damm gegen das Wasser (Deich), ein Wall, aufgeworfene Erde ein Wall.

Ding, (Thing) = ein Gericht, Holtding = ein Holzgericht.

Dorlegen = die Landleute brauchen es für Vieh, das durch alle Gräben, Moräste und Hecken setzt.

Driftig = Driftiges Land = fruchtbares Land

Druskland = Brachland

Duftholz = ist das Unterholz im Wald.

Duftwahre, (Duftheil) = ist das Recht der Unterholznutzung und der Viehtrift der anliegende Bauern am Wald.<

E

Echtwart, Echtwert, Echtwort, Achtwort = es bedeutet eine jede Nutzungsberechtigung, besonders, eine gemeinschaftliche Berechtigung.

Eddel = in einigen Gegenden die Mistlache, eine stinkende Pfütze. (Adel)

Eerdhuus = Schanze (Landwehr, Verteidigungsanlage) von aufgeworfener Erde.

Erve, Erbe, Arve, Eigentum = der Erbe, das Erbe, 1869  "Arve" = Folgeerve, Nacherbe, entfernter Erbe.

Ervetall = Erbtheil

Esch, Esk, Asch, Oesch, Gaste = Atisk von: „essen“, weil die Brotfrucht (Roogen) dort wuchs. Acker, Ackerfeld, Feld, Saatfeld, Brotacker, Kornfeld. Es ist das älteste feste Pflugland und zugleich das fruchtbarste Ackerland. Häufig wurde der Esch auch noch in Abteilungen mit Namensgebung untergliedert, vom Wenden heißen diese Abteilungen „Gewanne“ manchmal auch „Wand“, „Krumme Wand“ bei Bookhorn, die „Lange Wand“, die „Lange Stücke“ in Ganderkesee waren die größten und besten Stücke im Feld. „Lange Stücke“ als Flurbezeichnung sind ein Anzeichen für ein hohes Alter des Ackers.(<).

Ettfenne = Weideland

Ever, Oever = Ufer, Wall

Ex = eine Axt

Exe, Erbexe, Erfexe, Vollerbe, Vollbauer, Vollbaumann, Hausmann = Exe, Erbexe, Erfexe sind solche Eigentümer liegender Gründe, die ihre Güter auf ihre Nachkommen weitervererben konnten, ohne daß sie jemanden fragen mußten oder deren Einverständniss brauchten. Sie konnten auch von niemand als Meier angesehen werden. Der Begriff kommt von Erbaxt: daß ihnen das Recht uneingeschränkt zustand, Holz zu fällen und dieses Recht zu vererben. Somit waren sie von altersher mit Sonderrechten ausgestattet, dazu gehörte auch das Recht die Mark uneingeschränkt zu nutzen. Der Begriff „Vollbauer, Vollerbe, Vollbauman“ löste später den Begriff Erbexe ab und tritt erst später mit Festlegung staatlicher Pflichten ein. Der Begriff „Halbbauer, Halberbe, Halbbaumann“, ist im Zuge der wohl seltenen Hofteilungen entstanden.

F

Fang, Bifang = ein mit Erlaubnis der Markgenossen ausgewiesenes Stück Wiese, was sofort eingefriedet werden mußte. Verfiel die Befriedigung und wurde sie nicht instandgehalten, ging das Land an die Gemeinheit zurück.<

Fenne = Weide, Ettfenne = Weideland

Fenne n= eine Wiese mit Vieh betreiben

Fiskarend = eine große Weihe

Fladder = siehe Grünte.

Flag, Flage = die Fläche.

Flake = alles, was aus Zweigen geflochten und flach ist = Flechtwerk.

Flüs = der Grasanger oder die mit Gras bewachsene Oberfläche des Landes.

Fredigung, Befredegung, Befriedigung, Wrechten = Zäune, Hecken, Gräben und alles das, womit man Wiesen, Gärten und Hecken vor den Einbruch der Menschen und des Viehes in Sicherheit setzt. = Das Land befriedigen, die alte Befriedigung ausbessern. Der Graben war früher ein Wall und ein Graben wurde „Hohlgraben“ genannt.

G

Gadder = Gatter, Gitter

Gades = Boon, ein Häusgen, worin Arme umsonst wohnen

Gans, Gänse = die Gans wurde als ein für die Weide schädliches Vieh beschrieben, das auf die gemeine Weide nicht getrieben werden durfte.*

Garden, Garen, Gadden, Garte, Garten = welches nicht nur einen Garten, sondern auch im allgemeinen Sinne einen jeden umzäunten und eingeschlossenen Ort bedeutet.

Gare, Geil, Scharn = der Dünger auf dem Acker, die Fettigkeit des Ackers.

Gattenwark = eine Art schmale Spitzen, welche wie ein Netz oder Gitter, geschlungen sind.

Gebückbaum =  So nennt man  Bäume, die kurz nach dem Anpflanzen heruntergebeugt wurden. Am oberen Baumende wurden dann mittels einer Schnurr ein schwerer Stein gebunden, umso zu verhindern, daß der Baum wieder hochkam. Die Baumspitze wuchs dann später rechtwinklig nach oben. In alten Wallhecken oder Hecken kann man noch heute solche Bäume sehen. „Ich bücke oder beuge den Baum“.

Geest, Göst, Gaste. = hohes sandiges Land, im Ostfriesischen Gaste.

Gemeinheit, Gemeenheit, Gemarkung, Allgemeinheit, Allmende, Mark, Meenheit, Menheit, Meente = Es bezeichnet hauptsächlich zweierlei: 1. eine Gemeine, Bürgerschaft, Bauernschaft, die gesamten Einwohner eines Ortes.    2. Das abgegrenzte Gemeine Gut: dasjenige, was eine Bürger oder Bauerngemeine in Gemeinschaft besitzt. Insonderheit heißt Meente noch bei unseren Landleuten: eine gemeine Trift oder Wiese, wo ein jeder sein Vieh unentgeltlich weidet oder seinen Anteil Gras mähet.(Siehe Mark)

Gerden = Umzäunen

Gewanne = siehe Esch

Gewässer   = ein Fluß, Bach, Wassergraben, daß Meer, ein Meer, die See, der See, Teich, Tümpel, Schlatt, Pfütze, Lake, Lache, Senke (Wassersenke), Kuhle (Wasserkuhle), Pfuhl, Pool, Röthe, Diek, Quelle usw. unabhängig vom Wasserstand oder ob nur einige wenige Wochen im Jahr Wasser vorhanden ist.

Glind = ein Geländer

Goo,Wrote = Maulwurf.

Goosarend = ein Gänseadler

Graben = Wall, Wallhecke (heute bedeutet ein Graben, ein Wassergraben, siehe Hollgraben)

Graft = ein großer Graben, Stadtgraben, Kanal.

Gras = in Dithmarschen eine Kuhweide oder auch das Recht, eine Kuh in die gemeine Weide zu treiben.

Grashoff = ein Ort nahe bei den Bauernhäusern, wo Gesträuch und Gras wild durcheinander wachsen und wo das Vieh graset.

Grasplaggen = Grasschollen.

Greet = Grasanger oder Gras.

Groden = es ist das denkbar schlechteste Land und ist "erbärmlicher als die angrenzende Heide."

Grund = Boden, auch der gesamte Besitz, "mir gehört Grund und Boden".+

Grünte, Fladder = schlechtes Grünland, was mit Gebüsch durchsetzt ist.<

Grüppe, Gruppe = eine kleine Grube, oder Rinne im Land, wodurch der Bauer das Wasser vom Acker leitet.

H

Haarhammer = der Hammer, womit man die Sense schärft.

Hageböke = eine Hagebuche (Wallheckenbuche = „Hainbuche?“)

Hagen = Hecke, lebendiger Zaun, es bedeutet immer ein eingezäunte Ort mittels einer Wallhecke, einer Hecke oder eines Walles. Der alte Begriff Hagen der wahrscheinlich schon bei den Germanen bekannt war, bedeutet als erstes: das Recht zu haben seinen Besitz einzufriedigen und zu verteidigen. Als zweites: eine jede lebende Hecke mit Wall. Der Hagen mußte gepflegt und instandgehalten werden, niemanden war es erlaubt diesen zu beschädigen, zu entfernen oder gar zu versetzten.

Hake = ein Schlagbaum vor einem Wald, der Holzung oder dem Kornfeld.*

Ham, Heim, Hein = was ein jeder umzäunte oder gehägeter (Gehäge) umschlossener Ort bedeutet, ob Wiese, Land, Wald, Haus, Hof oder Flecken

Hameine, Hameide, Homeine, Almeine, Almeie. = bedeutet im weitläufigen Sinn  eine jede Umzäunung, Gehäge, Pallisade.

Hammerwurf, Anschuß, Ortland = sogenannt, weil das Stück Land, das ein Markgenosse mit Erlaubnis der Markgenossen erhielt, sich soweit erstreckte, als wie der Markgenosse, der mit einem Fuß an seinem Graben oder Zaun und mit dem anderen Fuß in der Mark steht, den Haarhammer werfen kann.

Handbatsche = ein Instrument, womit der Schulmeister den Kindern in die Hände schlägt.

Hankemeier, Bagger (Hollandgänger) = heißen die Bauern die  jährlich gegen die Heuernte in großer Anzahl nach Friesland reisen um das Gras zu nehmen oder um dort Torf zu baggern (zu stechen.).

Harje / Osterharje = scharfer, kalter Wind besonders im Frühling, bei sonst klaren täuschen warmen Sommerwetter.

Haupt, Höved = ist die Quelle eines Baches.<

Heck = ein Zaun von Latten, Stacket oder die Tür eines Zaunes.

Heidediek = ein kleiner Deich, der so in den Mooren, von Moorsohden, aufgeworfen ist.

Heidplaggen = Heideschollen, Grasplaggen = Grasschollen.

Heimschnatt = ist der Ort, wo jemand berechtigt ist Plaggen zu mähen. Vergleiche auch Plaggenmatt.

Helmer = in den Moormarschen so üblich genannter Weg, der der ganzen Bauernschaft dient und auf einem der dortigen Bauen entlangläuft. <

Hester = ein junger Eichen oder Buchenbaum ca. 5-10 Jahre alt.

Hof, Hoff, Höffte = Garten, Apfelhof, Äbbelhof, Arfelhof, Blomenhof, Blumenhof,  Kohlhof, Kruudhof,= Kraut oder Küchengarten, Kirchhof, Gasthof.(oder auch jeder zu einem Gebäude gehörenden eingefriedeten Platz, ein Bauernhof samt Felder.) (+)

Hollgraben, Hohlgraben, Schloot = Wassergraben

Holm = niedriges Land wo das Gras liegenbleibt und besäen werden kann.

Holt = Holz, Gehölze, Wald

Holtmark = ein gemeinschaftlicher Wald, woraus ein jeder Einwohner Holz zu holen berechtigt ist.

Hoor = Mist, Erde, besonders ausgegrabene Erde.

Horst = ein Forst, Gebüsche, Bäume, oder auch ein Raubvogelnest.

Hovener, Hübner = überhaupt ein Bauer der eine Hufe oder halbe Hufe Landes besitzt. Besonders aber bei Diepholz der Bewohner eines kleinen dienstpflichtigen Hofes ein kleiner Meier, der einem großen Meierhof und demselben dienstpflichtig ist.

Huda = Hütte, Wohnung

Hude / Eigene Namen unterschiedliche Dörfer und adelige Häuser um Bremen: „Hude, Buxtehude, Fischerhude“. Es stammt dieser Name von hüden, verbergen.

Hüden, Hüen =, hüten, beschützen, bewahren, verbergen = huden, hüden.  Der Hasbruch bei Ganderkesee / Hude, ist eine Hudewald oder Hutewald.

Hüder, Hüer =  ein Hüter der etwas bewahren oder beschützen soll.

Hufe, Hube = ist der Flächenanteil der einzelnen Bauern an der Gemeindeflur, ca.30-60 Morgen = 8-15 Hektar groß.+

Husing, Hüsing = Behausung, Wohnung, es kann auch ein zwischen zwei Häusern unbebauter Platz sein.

Hüsken = ein kleines Haus, auch eine Hundehütte.

Hüssel, Hüsling, Häusling, Häusler, Heuerling, Heuermann = ein geringer Bauer oder Tagelöhner, der kein eigenes Haus, noch Land hat, sondern nur zur Miete wohnt. Der ein kleines Haus mit Garten hat, heißt „Brinksitzer“.

Hüster = der Eigentümer eines vermieteten Hauses, der Vermieter.

Kruudhof = Kraut oder Küchengarten

 

I

Inschutten = das Vieh in den Pfandstall einschließen.

Isdak = das Riet oder Schilfrohr welches im Winter auf dem Eis geschnitten worden ist und für das beste, zum Häuser decken, gehalten wird.

K

Kamp, (Anschuß, Binnengründe) = ein mit Erlaubnis der Markgenossen aus der gemeinsamen Mark ausgewiesenes Stück Land, welches mit einem Graben (Wall, Wallhecke) befriedet werden mußte (eingefriedigte Ländereien) und so Privatbesitz wurde. Der Kamp wird nach seiner Lage benannt, z.B. Vorkamp, Mittelkamp, Agterkamp = Achterkamp, Kosterkamp (Kirchhof).

Karbatsche = eine Peitsche

Kate = das Haus eines Köters.

Käterije,Käterstede = Haus und Hof eines Käters (Köters).

Klute = Erdklos, Erdscholle, Erdklumpen.

Knick  = eine Hecke, ein lebendiger Zaun. In Schleswig – Holstein ist ein Knick eine Wallhecke. Das Wort Knick ist ein relativ neues Wort und etwa. 300 bis 400 Jahre alt. Dieses Wort bezieht sich ausschließlich auf eine bestimmte Pflegeweise, nämlich dem knicken  bzw. beugen von Zweigen, dünnen Ästen oder sehr jungen noch biegsamen Bäumen. „Die Zweige wurden geknickt und dann noch miteinander verflochten.“ Die Bäumchen werden gebeugt, daher der „Gebückbaum“. (Siehe Wallhecke)

Kolk = eine Tiefe: eine Tiefe, die vom überströmenden Wasser ausgehöhlt wurde oder  von dem inwendig herunterfallenden Wasser unter einem Deich ausgespülte Loch, wodurch der Deich mit fortgerissen wird. Es bedeutet aber auch Sumpf, wenn es von Brunnen und Teichen unterschieden werden soll, und Eisternen (Zisternen) oder Tiefen, in welchen sich Wasser sammelt, bedeuten soll. Es kommt von Kule= Kuhle, eine Grube: daher Küleke, Külke oder Kolk.

Koppel = ein umzäunter oder sonst eingefriedigter, allgemein nicht großer Platz, der kein Garten ist, wo Getreide oder Holz wächst.

Korf = Korf und Korfhuus eine Art Wachthaus, worin jede Nacht eine Anzahl Bauern Wache hielten zur Deckung der Landwehren.

Köter = ein Bauernhund, der die Kate beschützt.

Köter, Kötter, Käter, = ein Einwohner der Kate auf dem Lande. Die Köter sind die direkten Abkömmlinge der alten Eschsiedler (Exen, Erbexen) sie waren an der Mark teilnutzungsberechtigt, sie waren aber meistens nur Kampsiedler. In einigen Gegenden gibt es auch noch den Erbköter oder Markköter. Der Erbköter erhielt gegenüber dem Markköter seine Fläche direkt vom Hof, während der Markköter sich seinen Besitz mühselig aus der Mark erarbeiten mußte. Im Bremisch- Niedesächsischen Wörterbuch steht: "Eigentlich ist es ein Meier, der etwa die Hälfte ,oder auch noch etwas weniger ,Land besitzt, als ein Buwmann (Baumann), oder ganzer Meier. Er ist auch unterschieden sowohl von einem Hüsling ,der nur zur Heuer in einem Häuschen wohnt, als auch von einem Brinksitzer, welcher ein eigenes kleines Haus und einen kleinen Flecken Landes, aber ohne Ackerwerk, besitzet. Diese Käter werden woanders Kotsassen genannt."

Kotwere = eine Köterstelle, die Stelle eines Kotsassen.

Krinten-bollen = kleines rundes Brot, worin Korinten gebacken sind. Bülle ist grobes Weizenbrot.

Krug = Gastwirtschaft.<

Kule, Kuhle = eine Grube, Gruft, ein tiefes Loch, das Grab.

L

Lachen, Lache = Kuhlen, Kuhle, Lake, Teiche, Tümpel. Zum Teil, namentlich auf den hohen Geestflächen, im Sommer austrockenende Tümpel....Ein große Menge hat weder Zu- noch Abfluß,die geringe Menge nur Abfluß.....Eine sehr große Menge meist ganz kleiner Lachen oder Kuhlen auf dem Rücken zwischen der Hunte und der Delme, zwischen Dötlingen und Delmenhorst.

Lake = 1. Pfütze, Lache Sumpf. Eine Haulache ist eine niedrige sumpfige Wiese, wo Gras zum Heu wächst. 2. Salzwasser, Pökel.

Landmann = außer der bekannten Bedeutung ein Eingesessener in einer Dorfschaft.

Landwere = ein Pallisadenwall außerhalb der eigentlichen Ortsbefestigungen.

Loge = ein niedriger Ort, Grasanger.

Lüde = Leute, Butenlüde sind Landleute, Auswärtige

Lütje Mann = ein kleiner oder geringer Mensch den man nicht achtet.

M

Maal = Grenzzeichen

Maalboom = Grenzbaum

Maalsteen = Grenzstein

Mäde, Mädland, Meetland = Heuland, Grasland. Die Mahd = Heuernte, mähen. Mähdesüß eine stark duftende Pflanze die auf feuchten Wiesen vorkommt.

Maiboom / Maibaum =  eine Birke. Weil man im Mai die jung ausgeschlagenen Birken, des Geruchs wegen, in den Häusern zu haben pflegte. Man sagt auch schlichtweg Mai.

Maifisk, Maifisch = Ein Fisch, welcher im Mai häufig gefangen wird.

Maivagel, Maivogel = 1. Sommervogel, Schmetterling. 2. der Kuckuck.

Maid = für Maagd, Magd, Mädchen, Jungfrau.

Maier =  1. Meier  Schnitter,  ein  Meier  der da mäht  Schnitter oder  2. ein Lohnbauer, Hofmeier den man um einen jährlichen Lohn dingt, so daß er die Aufsicht über ein Landgut hat und die Arbeit verrichtet, oder Meier, oder Bauer der einen Gutsherren hat, der sein Länder zu Lehen, oder Meierrechte hat.  3. Es kann aber auch eine angesehene Amtsperson sein (Mayer).

Maifeld = die ordentliche Höhe des grünen Landes in einer Gegend, der mit Gras bewachsene Grund, worauf ein Deich liegt, weil es abgemäht werden kann.

Mandeel = der Teil, welcher aus dem gemeinschaftlichen Heuland einem jeden Eingesessenen des Dorfes bei jährlicher Teilung durch Los zufällt.

Mark, die gemeine Mark, Markung, Gemarkung, Dorfmark, Feldmark = Grenze, daher Markstein, Markgrenze. Die Mark ist das abgegrenzte Land welches im Eigentum der Gemeinheit (Bauernschaft) oder einer Markgenossenschaft ist und einzelnen Mitgliedern der Gemeinheit je nach Erbesqualität zur Nutzung zusteht.*(siehe auch Gemeinheit)

Markgenossen = sind die Mitglieder der Gemeinheit z.b. die Erbexen, Vollbauern, Köter, die je nach Erbesqualität ihren Anteil und Ihr Stimmrecht an der Mark hatten.*

Meen, Mene = gemein, allgemein

Meenmart = eine gemeine Weide, die der Bauernschaft gehört.

Mefsfaal = Misthaufen

Moor = sumpfiges morastiges Land, besonders ein solches, woraus der Torf gegraben wird. Man vergleiche auch Mudde, Mudder, Made, Mae, Modder was bei uns im Hochdeutschen Schlamm ausdrückt (Motten).

Morgen = der Tagesanbruch, die erste Hälfte des Tages. Älteres Feldmaß,  ein  Morgen  Land hat sechs Hund = 2500 Quadratmeter, 1 Hund = 416,66 Quadratmeter (Morgen = ursprünglich die Ackerfläche, die an einem Morgen umgepflügt werden konnte.+) Heute 1 Morgen =2500 Quadratmeter, 4 Morgen = 1 Hektar.

Mudder, Mudde, Made, Mae, Moder = Schlamm, naß, feucht, auch faulen, stinken.

Mulgrund, Molgrund = mürbes Ackerland in Gegendarstellung des steifen Kleilandes.

Muus = Maus

O

Oever, Oewer, Ever. = Ufer, kleine Dämme an dem Flüßen, Kanälen und Gräben. Es bedeutet aber auch: die Bewallung um einen Kamp, oder Weide, welche meistens mit Busch bepflanzt wird und als Befriedigungen dienen. (Auf der Geest bedeutet Oewer  immer eine Umwallung, eine erhöhte Abgrenzung, eine Wallhecke.<)

P

Pfütze = Senke, Aal, Lake, Schlatt, Tümpel, Pfuhl (jede mit Wasser gefüllte Senke und sein sie noch so klein).

Plaggen, Entern = Erdscholle, platter Rasen. Heidplaggen = Heideschollen, Grasplaggen = Grasschollen.

Plaggenfaal = ein Haufen aufeinander gelegter und schichtweise mit Mist vermengter Plaggen, oder Erdschollen, zur Düngung des Ackers.

Plaggenmaier = Erdschollenhauer

Plaggenmatt = das Recht Plaggen zu mähen oder der Ort, wo jemanden das Recht zusteht.*

Plaggentorf = Plaggen die als Torf gebrannt wurden.

Plakke, Placken = flaches Stück Land gleich mit Flag, Flage.

Plegersmann /(Topleger) = ein Handlanger

Poggenpool = ein Sumpf worin sich viele Frösche aufhalten.

Pool, Pfuhl, Sumpf = ein unebenes, morastige Stück Landes, ein Land ,worin viele kleine Sümpfe sind. Wofür auch gesagt wird Kolk und Kulen. Ein Waterpool ist ein jedes stehende Wasser, wenn es auch nur vom Regen einige Augenblicke in den Grüften stehen bleibt.

Pute = ein Fisch, der sich in Pfützen und Morästen aufhält.

Q

Quelle = von wallen, in ständiger Bewegung sein, wie das wallende (kochende)Wasser .

Quickborn = ein quellender morastiger Grund, auch Borngrund, eine lebendige Quelle, ein Quellgrund.

Quicke = Querhacke zum Plaggenhauen.

R

Rain, Reen, Grenze, Markung = der Rand eines Ackers, der schmale Grasweg zwischen zwei Äckern.

Redder = Weg zwischen zwei mit Hecken besetzten Gräben (Gräben = Wälle vergl. Graben. Nach heutiger Lesart: „Weg zwischen zwei mit Hecken besetzten Wällen).

Reenboom, Renneboom, Grenzpfahl, Grenzbaum = ein Schlagbaum auf der Grenze.

Regten, Regenten = Baumreihen <

Ride, Rie, Riole, Riet, Gete, Loop, Hohlgraben, Riggen  = Rille, ein kleiner Wassergraben, ein Wasserlauf auf der Geest, auch ein kleines Bächlein, oder auch eine Spur die das ablaufende Regenwasser nach und nach macht.

Rikk = eine lange hölzerne Stange

Rikkels = ein Geländer von hölzernen Stangen, um Wiesen und Äcker zu umzäunen, befriedigen.

Rosengarten = Kirchhof, besonders die Abteilung, wo die Kinder liegen. Es kann aber auch ein Roß - (Pferde) gehege, sein wohin die Bauern ihre Pferde mittags und abends trieben, was gut umwallt war und wo diese dann grasten. Zusätzlich hat dieses Wort in der Mythologie seine Bedeutung, in dem der Rosengarten ein Ort ist, wo die "heiligen Rosse" Wodans lebten / weilten oder auch weideten und dementsprechend heilig waren. <

Rothe, Flachsröthe, Rotekuhle, Röthekule, Rotte, Reute, Reutekuhle, Röde, Rate = kleine Gewässer („ evtl. und sehr selten auch Teiche“) in den man das Flachs rotten läßt. * Meistens waren es natürlich Gewässer wie Schlatts, sehr selten künstliche Gewässer wie Teiche.

Rotte, Rotten, Raten = faulen, verfaulen, rotten, verotten.

Rükelbusk = ein Blumenstrauß.

Rullboom = ein Kreuz waagerecht auf einem Pfahl, der sich herum drehen läßt sodaß ein Fußgänger durchgehen kann.

Rusk = unbebautes Land das weder gutes Weideland noch Acker ist oder eine wasserreiche Wiese. ( = Rusch „Im Rusch“, „Ruschhaus“.

 

S

Sanden = versanden "die Gräben sind alle mit Sand angefüllt von einer Überschwemmung oder vom Wind".

Schaap = Schaf "wo die Schafe weiden, da machen sie, durch Ihren Mist das Land fett".

Schaftrift = Schafweide, „die Schaftrift zu haben“, ist das Recht seine Schafe in die offene Mark zu treiben und diese hüten zu dürfen.

Schalung, Schauinge = Besichtigung der Wege, Bäche, Deiche, Dämme und Oever von Obrigkeits wegen. ( Noch heute sind z.B. Deich-, Gewässer- und zum  Teil Wegeschauen üblich. Wallhecken- (Oever)schauen finden so gut wie überhaupt nicht mehr statt. Die Wallheckenschauen fanden meistens Gründonnerstag statt)

Schardinge = alle Scheidungen zwischen den Häusern und Gärten sollen aus Dielen gemacht werden.

Schaueldag, Schaueltied = der bestimmte Tag, die Zeit der Besichtigung.

Schaufrij, Schaufrei = was bei einer Schalung für gut erkannt und nicht gestraft wird.

Schede = Grenze

Schedung, Scheding, Swette, Snede = eine jede Scheidung, Absonderung, Grenze , Grenzmal, Grenzscheidung.

Slat, Schlatt =  ist ein stehenden natürliches Gewässer wie ein Meer, Pohl, Diek, Kuhle, Lake. Ein Schlatt ist ein Oberflächengewässer, das keine Verbindung mit dem Grundwasser hat und ausschließlich durch Oberflächenwasser gespeist wird, dadurch sehr nährstoffarm ist und zeitweilig trocken fallen kann. Ein Schlatt ist im weitesten Sinne auch ein Tümpel in der Heide, der nur teilweise oder gar nicht verlandet ist. Schlatt ist die hochdeutsche Form des niederdeutschen Slat = moorige Vertiefung(in der Heide). Schlatts sind auch kleine Moore, die in wassergefüllten Windausblasungen entstanden sind. Toteislöcher, Auswehungen, denen eine Verdichtung des Bodens folgte (Ortsteinbildung). Schlatts sind fast ausschließlich auf der / dem Geest / rücken vorzufinden. Häufig werden in (historischen) Karten diese Gewässer als Meer, Pohl, Kuhle, Lake, Röthe, Tümpel, Heidetümpel, Schlatt oder Slat usw. bezeichnet. Ein Schlatt ist kein künstliches Gewässer wie z.B. ein Teich.

Schnat = Grenze*

Schnatgang = Grenzgang, Grenzbegehung zur Feststellung und Überprüfung der Mark- oder Gemeinheitsgrenzen. Die Begehung fand meistens am 1 Mai statt.*

Schott = Grabenaushuberde

Schraderjaan = eine Maus

Schrage = die Geest, magerer Geestboden.

Schulle = Erdscholle, die obersten Soden oder Rasen von Torferde.

Schullespade,Schullespaan = der Spaten, womit die Erdschollen gestochen wurden.

Schuttelgeld, Schudegeld, Schüttgeld = das Geld, womit das gepfändete Vieh, welches Schaden auf einem Land angerichtet hat das anderen gehört, wieder eingelöst, freigekauft wird.

Schutten, Schuden, Schütten = das fremde Vieh, welches die Grenzen übertritt und auf eines anderen Land Schaden angerichtet hat, = einsperren, Pfänder, bis der Schaden ersetzt ist. Es ist eine Privatpfändung die heute noch durchgeführt werden kann.

See = Der Landsee oder auch das Meer. "Große Landseen (hier Meere genannt) sind hier nicht vorhanden (im Großherzogthum Oldenburg), aber an kleinen und mittelmäßig großen Landseen fehlt es eben nicht".&

Seged, Segd, Seed, Seid = so nannten die Bauern eine Art Sichel, oder vielmehr eine scharfe Querhacke, womit sie die Plaggen von der Oberfläche eines Angers abhauen, dies sind die moosige dünne Rasenstücke, welche unter dem Dung gemischt werden. Die Heidseged ist auf den Geesten ein solches Werkzeug, womit man die Heidplaggen hauet.

Seken oder, Sukenkamp = ein abgesonderter Kamp wo das kranke Vieh hingebracht wird, damit es besser versorgt und das andere Vieh nicht ansteckt,.

Sende-bade = ein ausgesandter Bote, Abgeordneter, Gesandter.

Senke = eine tiefe Schlammpfütze (vom hineinsinken) "mit Pferd und Wagen in eine Pfütze steckenbleiben. (siehe auch Sinken).

Sinken = das Sinken, "da ist eine niedrige Stelle im Wege."

Slag = eine Tür in einem Zaun, einer Hecke, oder einer anderen Befriedigung.

Slat = moorige Vertiefung (in der Heide).

Slapp-Scholler = vielleicht ein Landstreicher, Buschklopfer, Straßenräuber, oder ein dergleichen nichtswürdiger Mensch.

Slee, Schlehe = die Frucht des Schwarzdorn.

Slenge, oder Sleng =  ein aus Pfählen und Fashinen im Wasser gebautes Werk, oder Damm , mit einem Winkel vom Ufer, gleich einem Höfde. Mann nennt es auch Struukhöfd und Slagte. In einer zweiten Bedeutung, für einen Baum, womit die Landwege vor Pferd und Wagen gesperret werden, und der unten nicht mit Scheiden oder Dielen zu gemacht ist, wie andere Schlagbäume.

Smag, Smagte, Smagten = 1. Schmachten. 2. verhungern lassen, durch Hunger töten. 3. Smagten = das Verhungern, Verschmachten, Hungersnot.  Hunger : „ Ick hev smag in de Penn“ = Ich habe Hunger im Bauch.

Smagtbrink = eine magere Weide, auf welches das Vieh hungern mußte.

Snider, Sniders, Sniers, (Vorsnider) = die Schnitter, die Schneider. Vorsnider = die Vorschneider, die erste Person die an vorderster Stelle mäht und welche die anderen beim Mähen antreibt.

Soden, Söden = den Rasen abstechen, aber auch den gestochenen Rasen legen. Eine Wall oder Wassergraben mit Soden belegen, damit die Erde nicht nachschießt.

Sparkuhle = ein kleiner Teich, woraus man die hineingesetzten Fische, die man bald brauchen will, jederzeit wieder herausnehmen kann.

Späten, Späte = abgegrabenes Torfmoor, es ist das niedrig gewordene Moorland, das als Grünland sich eignet.$

Spielen = es sind spitze Pfähle, die in den Zwischenräumen in den Boden geschlagen sind, zwischen den Pfählen wurden Zweige, meistens von Weiden, eingeflochten; so entstand dann ein fester Zaun.< (Flechtsteckzaun).

Sreev = Strebe eine schräge Stütze.

Stakke, Stakken = ein kleiner zugespitzter Pfahl der in die Erde geschlagen wird. Stakken, dergleichen Pfähle, die in einer Reihe nebeneinander gesetzt werden.

Stakket = eine Umzäunung aus Pfählen.

Steenbikker = Steinhauer

Steen-höfd = ist nicht bloß eine steinerne Schlenge, die das Wasser bricht ,sondern auch ein Bollwerk.

Streitmark = ist ein streitiger Ort auf der Grenze zweier Marken und die zu keiner zugerechnet werden kann.*

Sudder = ein niedriger sumpfiger Ort.

T

Teich = kleiner künstlich hergestellter See*

Tins, tinse, Zins = die Pacht, welche ein Meier seinem Gutsherrn gibt; falls in Naturalien entrichtet wird, so wird nach der Frucht oder dem Tier benannt z.B. Zinseier, Zinshühner, Zinskorn, Zinsroggen.

Tömen = Zäumen, den Zaum anlegen. „Das Pferd anspannen, einspanne.“

Tredde = ein Ort, wo viele Fußstapfen von Menschen oder Vieh stehen, z.B. ein betretener Weg, oder Pad Pfad, den vornehmlich das Vieh durch eine Befriedigung gemacht hat.

Trift = von treiben, der Weg auf dem das Vieh zur Weide getrieben wurde, oder die Weide selbst, die Viehweide.+

Triftweg = Weideweg.

Tümpel = Tümpel ist ein mitteldeutsches Wort und erst seit dem 19. Jahrhundert belegt. Es bedeutet ein mit Wasser gefülltes Loch und ist in etwa synonym mit Pfütze und Pfuhl (Duden) .Ein Tümpel ist ein" Kleinstgewässer mit starken Wasserschwankungen. " der auch zeitweilig trocken fallen kann, auch ein "kleines abflußloses Gewässer".

Tünelbusch = Zaungerten, Reiser und Busch, welcher zum Zäunen gebraucht wird.

Tünen = Zäunen, schließen. „Aftünen“= durch einen Zaun absondern. „Verzäunen“ ist, seinen Zaun zu weit in des Nachbarn Land setzen und dessen Land dadurch stehlen. „Betünen“ ist, mit einem Zaun umgeben.

Tuun, Zaun = ein mit einer Hecke eingeschlossener Ort z.B. Garten, oder auch eine städtische Befestigung.

Tuunflake = ein Flechtwerk aus Weiden oder anderem Gebüsch, welches auf den Dammstellen und Fahrwegen anstatt eines Tores aufgestellt wird. Es wurde auch zur Festigung und Auskleidung der Flußufer, gebraucht damit die Erde nicht wegspült.

Tuunfliker = Buschklopfer, Strauchdieb.

Tuunpaal, Tuunsteke = Zaunpfahl, Zaunstecken.

Twistig = Streitig "das streitige Land", „Zwistig“.

U

Uhu = die größte Gattung Nachteulen: „woselbst von einer Wüsteney gesagt wird, daß sich eine Kreatur daselbst aufhalte, außer der Uhu.“

Ummesate = Nachbar

V

Vesten = befriedigen, abzäunen, umgraben, ein Land, Wiese usw. das Wort „umgraben“ bedeutet eine Wall anlegen.

Vorsnider = die Vorschneider, die erste Person die an vorderster Stelle mäht und welche die anderen beim Mähen antreibt.

W

Wall = 1. Ein künstlich erschaffener oder natürlich vorhandener Erd- Stein- oder Torfwall.  2. ein Ufer

Wallen = einen Wall anlegen.

Wallhecke =  Wallhecken sind mehr als tausend Jahre alt und sind  in der Regel von Gehölzen bewachsene breite, gerade oder ungleichmäßig verlaufende Geländestreifen, die meistens künstlich erbaute Erd-, Stein- oder Torfwälle aufweisen und Grenzen anzeigen. Je nach Mundarten werden die Wallhecken unterschiedlich bezeichnet: Knick, Hecke, Graben, Över. Sie sind prägend für unsere Kulturlandschaft und Lebensraum komplexer Lebensgemeinschaften. Für den Erhalt viele Tier- und Pflanzenarten, deren letzten  Rückzugsgebiete sie häufig sind, haben Sie heute eine besondere und herausragende Rolle und sind gesetzlich geschützt. Sie haben heute, neben der Grenzmarkierungs- und Einfriedigungsfunktion, große Bedeutung für den Immissions- und Erosionsschutz sowie für die Erholung der Menschen.

Wäre, Were, Ware = Gewähr oder der versicherte und ruhige Besitz eines Erbes, oder der Güter überhaupt, oder Gewahrsam, Bewahrung seiner Güter.

Wasserlöse = kleines künstlich hergestelltes, oder begradigtes, fließendes Gewässer <.

Waterpool = ein Waterpool ist ein jedes stehende Wasser, wenn es auch nur vom Regen einige Augenblicke in den Grüften stehen bleibt.

Wedderkeer = Grasland

Weerder, Werder, Werel = eine fette Wiese, entweder auf einer Insel, oder dem  Vorlande eines Flusses. "Weil ein Werder entweder von Natur, oder durch       Kunst, befriedigt und gegen Überfall des fremden Viehes beschützt. In Bremen werden die Wiesen 1767, welche nahe der Stadt zwischen der großen und kleinen Weser liegen, Werder oder Werel genannt.*  

Weinkauf = ist jede Urkunde welche beim Kauf, Miethe und ähnlichen zum Zeichen der Vollziehung gegeben wird. *Siehe auch Winnegeld.

Wese - Wark = eine kleine Besitzung.

Wiepen = Dorngebünde, die zur Abhaltung des Viehes auf die Zaunpfähle oder den Wällen gebunden oder gesteckt wurden. Heidekraut das auf einem Zaun zum Schutz vor Verwitterung so das daß Regenwasser daran herablaufen konnte werden auch Wiepen genannt.*

Winmark = die Bestimmung und Bezeichnung der Grenze soweit eine Gemeine in einem gemeinschaftlichen Wald Holz hauen darf.

Winnelgeld = das Geld, womit man sich den Besitz und Gebrauch einer Sache erwirbt, Weinkauf, Handkauf.

Wöste, Wöstenije = Wüste, Wüstenei

Wurth, Worth = ist der Platz, der jedem für Haus u. Hof angewiesen ist <. Worth ist auch eine künstliche Bodenerhöhung.

Wuurt, Wurde = hoch gelegenes Land.

Z

Zukker - benit = Zucker-Gebackenes mit Kaneel, für die Kinder.

Zuschlag = der in der offenen Mark ausgewiesene Kamp, der privates Eigenthum war und sofort eingefriedet werden mußte.