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Stadium A.
Die Wallhecke ist vollstĂ€ndig erhalten und sehr gut gepflegt. Der Bewuchs hat einen hohen Strauchanteil (Niederhecke). Der Bewuchs ist nicht lĂŒckig, sondern bildet einen geschlossenen,
eventuell auch stufigen Mantel. Wird eine Wallhecke neu angelegt, kann der Bewuchs noch lĂŒckig und niedrig sein. Die Wallhecke hat eine durchgehende Mindesthöhe von mindestens noch 70 cm sowie eine Kronenbreite
von 1 bis 2 Metern und eine FuĂbreite von 2 bis 3 Metern. Der Zaun steht vom WallheckenfuĂ mindestens 1,5m entfernt. Eine Wallausbesserung, Baumentnahme oder Zaunneusetzung ist nicht erforderlich. Im
gleichmĂ€Ăigen Rhythmus gepflegte Wallhecke. Ausgezeichneter Pflegezustand, alle 10 bis 20 Meter steht ein UberhĂ€lter. Das Buschwerk hat eine Höhe bis um 3 Meter. Die Landschaft sieht strukturreich und
ansprechend aus.
Folgende PflegevorschlĂ€ge können durchgefĂŒhrt werden:
Das Strauchwerk alle 8 bis 10 Jahre im 30â Meterâ Abstand abwechselnd auf den Stock zurĂŒckschneiden (60 bis 90 cm Höhe). Diese Methode der Abschnittsweisen Totalrodung kann aber
einschneidende negative Folgen, wegen der schlagartigen VerĂ€nderung des Vegetationsâ, Beschattungs- und Feuchtzustandes, fĂŒr Fauna und Flora haben.
Eine bessere und den heutigen Erkenntnissen entsprechender Methode ist sicherlich das Knicken oder die StrĂ€ucher einzeln auszuschneiden, wobei nur maximal die HĂ€lfte der StĂ€mme und Ăste
entfernt wird, (einzelstammliche Entnahme). Der andere Teil folgt erst, nachdem sich an den Schnittstellen neue Triebe gebildet haben, 8 bis 10 Jahre spÀter. Hier spielt sich ein Pflegerhythmus ein, der auch im
Sinne der Ăkologie und Arbeitszeit akzeptabel ist. Diese Pflege sollte vorgeschrieben werden. BĂ€ume sind hier als landschaftsprĂ€gende Elemente nicht herauszunehmen. Ein Ausasten, auĂer fĂŒr ein notwendiges
Wegeprofil, ist nicht erforderlich. Die Strauchschicht sollte nicht unter 3 m Breite zurĂŒckgeschnitten werden.
Stadium B.
Die Wallhecke ist vollstÀndig erhalten und gut gepflegt Sie weist jedoch zum Teil SchÀdigungen auf. Der Bewuchs kann schon den Charakter einer Baumhecke haben mit allerdings noch gutem
Strauchanteil (Niederhecke), wobei die Hochhecken jedoch im Gegensatz zu (A) mehr vertreten sind. Die Wallhöhe ist Ă€hnlich der mit (A) gekennzeichneten aber schon ein wenig niedriger (eingefallen). Die FuĂ und
Kronenbreiten sind fast gleich.
Der Zaun steht am Wallheckenfuà dadurch kommt es zu Anweidungen. Der Zaun muà auf mindestens 1,5m Entfernung vom Wallheckenfuà neu gesetzt werden. Eine Baumentnahme ist noch nicht nötig. Ein
Pflege wie unter (A) beschrieben ist erforderlich. Ein Ausasten, auĂer fĂŒr ein notwendiges Wegeprofil, ist nicht erforderlich.
Stadium C.
Die Wallhecke ist deutlich degradiert und unebenmĂ€Ăig. Die Wallhöhe liegt im Schnitt bei 0,5 bis 1 Metern und variiert. Der Zaun steht auf dem Wall dadurch kommt es zu Ăberweidungen. Der
Zaun muĂ wie in (B) beschrieben neu gesetzt werden. Eine Wallausbesserung ist erforderlich. Es wird Erde auf die lĂŒckigen Stellen eingebracht evtl. wird auch falls erforderlich die Wallhöhe erhöht. Der Bewuchs
ist kaum oder mĂ€Ăig gepflegt und hat einen nur geringen Anteil an Niederâ und Hochhecken. Die Baumhecke ist vorherrschend. Die mit einem Kreuz gekennzeichneten BĂ€ume sollten nach und nach entfernt werden Das
Strauchwerk, wie bei (A) beschrieben, schneiden und periodisch genauso pflegen. Einige StrĂ€ucher mĂŒssen, in den schon entstandenen LĂŒcken, nachgepflanzt werden. Ein Ausasten, auĂer fĂŒr ein notwendiges
Wegeprofil, ist nicht erforderlich.
Stadium D.
Die Wallhecke ist deutlich unvollstĂ€ndig mit spĂ€tem Umtrieb und ab und zu unterbrochen. Der Bewuchs ist schon lĂŒckig und bruchstĂŒckhaft. Die Baumhecken sind vorherrschend, es gibt kaum noch
Niederhecken. Die Wallhöhe ist nicht mehr gleichbleibend und liegt in dem Bereich um 50 bis 70 cm. Die Kronenbreite liegt hauptsÀchlich bei 0,5 bis 1 Meter. Der Zaun steht meistens schon hinter dem Wall, es kommt
zu Ăberweidungen. Der Zaun muĂ wie in (B) beschrieben neu gesetzt werden. Eine Wallausbesserung ist erforderlich, es wird Erde auf die lĂŒckigen Stellen eingebracht und die Wallhöhe erhöht. Vorhandene BĂ€ume und
Ă€lteres Strauchwerk ist von der BodenaufschĂŒttung freizuhalten. Der Bewuchs ist nicht gepflegt und es herrscht die Baumhecke ohne bzw. kaum Strauchanteil vor. Die mit einem Kreuz gekennzeichneten BĂ€ume sollten
nach und nach entfernt werden. StrĂ€ucher mĂŒssen, in den schon entstandenen LĂŒcken, nachgepflanzt werden.
Stadium E.
Die Wallhecke ist z.B. infolge Tritterosion in der Regel nicht mehr vollstĂ€ndig erhalten, sehr oft nur bruchstĂŒckhaft und nicht mehr oder nicht nennenswert gepflegt. Der Bewuchs ist lĂŒckig,
Baumhecken und Baumreihen sind vorherrschend, sehr hÀufig sind stÀrkere nachteilige Eingriffe erfolgt. Der Wall ist schwer geschÀdigt, die Wallhöhe ist recht unterschiedlich und liegt in dem Bereich zwischen 30
bis 70 cm. Die Kronenbreite liegt hĂ€ufig bei 0,5 bis 1 Meter, die FuĂbreite fast gleichmĂ€Ăig zwischen 0,5 und 3 Metern. Der Zaun steht hinter dem Wall oder ist nicht mehr vorhanden, es kommt zu Oberweidungen.
Der Zaun muĂ wie in (B) beschrieben neu gesetzt werden. Eine Wallausbesserung ist erforderlich, es wird Erde auf die lĂŒckigen Stellen eingebracht und die Wallhöhe erhöht. Vorhandene BĂ€ume und Ă€lteres
Strauchwerk ist von der BodenaufschĂŒttung freizuhalten StrĂ€ucher und gegebenenfalls BĂ€ume mĂŒssen, in den schon entstandenen LĂŒcken, nachgepflanzt werden. Eine Baumentnahme ist hier aus Natur- und
LandschaftsschutzgrĂŒnden nicht erforderlich. Ein Ausasten, auĂer fĂŒr ein notwendiges Wegeprofil, ist nicht erforderlich.
Stadium F.
Die Wallhecke ist nicht mehr vollstÀndig erhalten und hÀufig hier oder unter GelÀndehöhe durchbrochen, deshalb stark wellig. Auch der Bewuchs ist, soweit noch vorhanden, stark
heruntergetreten, bruchstĂŒckhaft und lĂŒckig. BaumheckenâFragmente sind vorherrschend. Falls ĂŒberhaupt, kommen aufgerissene Baumreihen und EinzelbĂ€ume sowie einzelne StrĂ€ucher vor, die oft starke Erosions- â
und FraĂschĂ€den aufweisen. Der Wall ist meistens vollstĂ€ndig degradiert und heruntergeweidet Die Wallhöhe ist in der einzelnen Wallhecke schon stark variabel bis ebenerdig und liegt um 0 - 0,7 Meter. Die
FuĂbreite liegt hĂ€ufig bei 1,5 bis 3 Meter, die Kronenbreite bei 0,5 bis 2,0 Metern. Der Zaun steht hinter dem Wall oder ist nicht mehr vorhanden, es kommt zu Oberweidungen. Der Zaun muĂ wie in (B) beschrieben
neu gesetzt werden. Umfangreiche Wallausbesserungen mĂŒssen vorgenommen werde, es wird Erde auf die lĂŒckigen Stellen eingebracht und die Wallhöhe erhöht. Vorhandene BĂ€ume und Ă€lteres Strauchwerk ist von der
BodenaufschĂŒttung freizuhalten Der Wall muĂ evtl.. auf die MaĂe von Wall (A) neu profiliert werden. Hier sollten mindestens alle 20 Meter ein Baum sowie StrĂ€ucher ĂŒber die gesamte LĂ€nge nachgepflanzt werden,
anschlieĂend ist im 8 bis 10âjĂ€hrigen Rhythmus, wie in (A) beschrieben, zu pflegen. . Eine Baumentnahme und Ausastung ist aus Naturâ und LandschaftsschutzgrĂŒnden nicht erforderlich noch gestattet.
© : Georg MĂŒller E-Mail: info@wallhecke.de WeiterfĂŒhrende Literatur: "Wallhecken" Georg MĂŒller, 1989 BSH Verlag, / "Wallhecken / Knicks'
Georg MĂŒller, Neuerscheinung 2002/3
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